Christus der Herr des Karma

Christus ist der Herr des Karma
seit dem Ende des 20. Jahrhundert


Von Jesus zu Christus (1911)

GA 131 - Seite 77-79


Ebenso wie auf dem physischen Plan im Beginne unserer Zeit- rechnung in Palästina ein Ereignis sich abgespielt hat, in welchem der Christus die wesentlichste Rolle spielte, ein Ereignis, das Bedeutung hat für die ganze Menschheit, so wird sich im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts, gegen das Ende des zwanzigsten Jahrhunderts zu, wiederum ein bedeutsames Ereignis abspielen; allerdings nicht in der physischen Welt, sondern in den höheren Welten, und zwar in der- jenigen Welt, die wir zunächst als die Welt des Ätherischen bezeich- nen. Und dieses Ereignis wird ebenso grundlegende Bedeutung für die Entwickelung der Menschheit haben, wie das Ereignis von Palästina im Beginne unserer Zeitrechnung. Gerade wie wir sagen müssen: für den Christus selber hatte das Ereignis von Golgatha die Bedeutung, daß eben mit diesem Ereignisse ein Gott gestorben ist, ein Gott den Tod überwunden hat — in welcher Weise das zu ver- stehen ist, darüber werden wir noch sprechen, das war vorher nicht geschehen, und nachher ist es eine vollzogene Tatsache —, so wird sich ein Ereignis abspielen von tiefgehender Bedeutung, das nur nicht auf dem physischen Plane sich vollzieht, sondern in der ätherischen "Welt. Und dadurch, daß dieses Ereignis sich vollzieht, daß mit dem Christus selber sich ein Ereignis vollzieht, dadurch wird die Möglich- keit geschaffen, daß eben die Menschen den Christus sehen lernen, schauen werden. Welches ist dieses Ereignis? Dieses Ereignis ist kein anderes, als daß ein gewisses Amt im Weltenall für die menschheitliche Entwickelung in dem zwanzigsten Jahrhundert übergeht — in einer erhöhteren Weise übergeht, als das bis jetzt der Fall war — an den Christus. Und zwar lehrt uns die okkulte, die hellseherische Forschung, daß in unserm Zeitalter das Wichtige eintritt, daß der Christus der Herr des Karma für die Menschheitsentwickelung wird. Und dies ist der Beginn für dasjenige, was wir auch in den Evangelien mit den Worten angedeutet finden: Er werde wiederkommen, zu scheiden oder die Krisis herbeizuführen für die Lebendigen und die Toten. — Nur ist im Sinne der okkulten Forschung dieses Ereignis nicht so zu verstehen, als ob es ein ein- maliges Ereignis wäre, das auf dem physischen Plan sich abspielt, sondern es hängt mit der ganzen zukünftigen Entwickelung der Menschheit zusammen. Und während das Christentum und die christliche Entwickelung bisher eine Art von Vorbereitung bedeutet, tritt jetzt das Bedeutsame ein, daß der Christus der Herr des Karma wird, daß ihm es obliegen wird, in der Zukunft zu bestimmen, welches unser karmisches Konto ist, wie unser Soll und Haben im Leben sich zueinander verhalten. Dies, was jetzt gesagt wird, ist eine gemeinsame Erkenntnis des abendländischen Okkultismus seit vielen Jahrhunderten und wird von keinem Okkultisten, der diese Dinge weiß, geleugnet. Aber es ist insbesondere in den letzten Zeiten mit allen sorgfältigen Mitteln der okkulten Forschung wiederum erneut festgestellt. Und wir wol- len uns einmal eine genauere Vorstellung von dem bilden, was jetzt gesagt worden ist. Fragen Sie alle diejenigen, welche über diese Dinge etwas Wahr- haftiges wissen, so werden Sie überall eine Tatsache bestätigt finden, welche allerdings, um ausgesprochen zu werden, sozusagen unsern jetzigen Zeitpunkt anthroposophischer Entwickelung erst fordert; weil alles, was unser Gemüt geeignet machen kann, um eine solche Tatsache hinzunehmen, erst zusammengetragen werden mußte. Den- noch können Sie selbst in der okkulten Literatur darüber Ausdrücke finden, wenn Sie sie suchen wollen. Aber ich nehme auf die Literatur keine Rücksicht, sondern will nur die entsprechenden Tatsachen heranziehen.

Pfingstspruch

Pfingstspruch


Wo Sinneswissen endet,
Da stehet erst die Pforte,
Die Lebenswirklichkeiten
Dem Seelensein eröffnet;
Den Schlüssel schafft die Seele,
Wenn sie in sich erstarket
Im Kampf, den Weltenmächte
Auf ihrem eignen Grunde
Mit Menschenkräften führen;
Wenn sie durch sich vertreibet
Den Schlaf, der Wissenskräfte
An ihren Sinnesgrenzen
Mit Geistes-Nacht umhüllet.

Rudlof Steiner - WAHRSPRUCHWORTE (GA 40 - Seite 87)

Wahrhaftigkeit

Wahrhaftigkeit


Ein Zweites, das man im esoterischen Leben lernen muß, ist die Wahrhaftigkeit. Wer sie im physischen Leben nicht schon gelernt hat, wird große Mühe haben bei seinem Aufstieg in die geistige Welt, da er ja auch sein logisches Denken und alles, was an den Verstand gebunden ist, zurücklassen muß und in der gei- stigen Welt nicht korrigiert wird durch die Tatsachen wie hier in der physischen Welt. Die guten Götter haben gerade dadurch den Menschen erziehen wollen zur Wahrhaftigkeit, daß sie ihn versetzt haben in die physische Welt, wo eine jede Unwahrheit - d. h. alles, was nicht den Tatsachen entspricht - korrigiert wird durch die Tatsachen. Die Neigung zur Wahrhaftigkeit kann nur in der physischen Welt erworben werden, nicht erst in der geistigen Welt.


GA 266c - Seite 246

Man kann sehr verschiedene Beobachtungen auf diesem Gebiete machen. Es ist ein gewaltiger Unterschied in der Astralwelt, ob man einen Gedanken ausspricht, der wahr ist, oder einen erlogenen. Ein Gedanke bezieht sich auf irgendeine Sache und ist dadurch wahr, daß er mit der Sache übereinstimmt. Es trägt sich zum Beispiel irgendwo eine Tatsache zu, und von dieser geschieht eine Wirkung in die höheren Welten hinauf. Jemand erzählt diese Tatsache wahr: dann strahlt vom Erzähler ein Astralgebilde auf, das sich mit dem von der Tatsache selbst herrührenden Gebilde vereinigt, und beide verstärken sich. Diese verstärkten Formen dienen dazu, unsere geistige Welt immer geglie- derter und inhaltsvoller zu machen, wie wir sie brauchen, wenn die Menschheit vorwärtskommen will. Erzählt man die Tatsache nun aber so, daß sie nicht mit dem Geschehnis übereinstimmt, daß sie erlogen ist, dann trifft die Gedankenform des Erzählenden zusammen mit der, welche von der Tatsache ausgeht, beide prallen aufeinander und eine gegenseitige Zerstörung geschieht. Solche explosionsartigen Zerstörun- gen durch Lügen wirken, wie ein Geschwür am Leibe wirkt, das den Organismus zerstört. So töten Lügen die astralen Gebilde, die entstan- den sind und entstehen müssen, und hemmen oder töten so einen Teil der Entwickelung. Tatsächlich bringt ein jeder, der die Wahrheit sagt, die Entwickelung der Menschheit vorwärts, und der, welcher lügt, hemmt dieselbe. Daher gibt es ein okkultes Gesetz: Die Lüge ist, geistig angesehen, ein Mord. Sie tötet nicht nur ein Astralgebilde, sondern sie ist auch ein Selbstmord. Ein jeder, welcher lügt, legt sich selbst Hinder- nisse in den Weg. Überall sind solche Wirkungen in der geistigen Welt zu beobachten. So sieht auch der Hellseher, daß alles, was man denkt, fühlt und empfindet, seine Wirkungen auf dem Astralplan hat.
 
GA 99 - Seite 64

Von besonderer Bedeutung sind jene Wirkungen, die ausgeübt werden auf unseren physischen Leib durch alles dasjenige, was der Mensch in seiner Seele hat an Lüge, Verleumdung, Heuchelei. Der materialistische Sinn glaubt, daß Lüge, Verleumdung, Heuchelei etwas sind, was nur so schädlich wirkt, wie man es äußerlich beob- achten kann. Das ist nicht so, sondern ganz feine, allerdings für einen mikroskopischen Apparat nicht wahrnehmbare Wirkungen gehen bis auf den physischen Leib. Geht dann die Seele im Schlaf heraus, so bleiben die Wirkungen im physischen Leib drinnen, und die werden von den Wesenheiten vorgefunden. Und dabei kommen nicht nur in Betracht diejenigen Seelenerlebnisse, die man im Grob- sinnlichen als Lüge, Verleumdung, Heuchelei bezeichnet, sondern auch die feinen, konventionellen Lügen, zum Beispiel die, welche die Gesellschaftsordnung heute nötig macht. Lügen aus Höflichkeit oder Sitte und die ganze Skala, die angeführt werden kann von Unaufrichtigkeit und Heuchelei und kleinen Verleumdungen - selbst nur in Gedanken -, all das drückt sich aus in den Wirkungen auf den physischen Leib, und das wird vorgefunden von diesen herabrückenden Wesenheiten. Und dadurch, daß das drinnen ist in der Nacht im physischen Leibe, wird etwas besonderes bewirkt. Dadurch werden immer Stücke abgerissen von der Substanz dieser in den Leib sich hineinsenkenden Wesenheiten. Abschnüren müs- sen sich dadurch gewisse Teile der höheren Wesenheiten. Die Folge von Lüge und Heuchelei und Verleumdung am Tag ist die Ab- schnürung gewisser Wesenheiten in der Nacht, die dadurch eine gewisse Verwandtschaft haben zum physischen Menschenleib. Die- se Wesenheiten gewinnen dadurch ein selbständiges Dasein in der uns umgebenden geistigen Welt; es sind Wesenheiten, die wir rech- nen zur Klasse der Phantome. Phantome sind solche geistige We- senheiten, die also in ihrem Äußeren physiognomische Ausdrücke sind, in einer gewissen Weise Nachbildungen der menschlichen Leibesglieder und Gestalt. Sie sind von so dünner Materialität, daß das physische Auge sie nicht sehen kann, sie sind aber sozusagen von physischer Form. Da sieht der Hellseher durch die Luft schwirren Stücke von menschlichen Köpfen, menschlichen Hän- den, ganze Gestalten, ja das Innere von menschlichen Leibern sieht er herumschwirren, den Magen, das Herz, er sieht all die Phanto- me, die auf diese Weise sich losgeschnürt haben, daß der Mensch dasjenige seinem physischen Leib übergeben hat, was die Folge ist von Lüge, Heuchelei und Verleumdung. Solche Phantome, die fortwährend unseren geistigen Raum durchschwirren, werden Ihnen ein Beweis sein dafür, daß das Men- schenleben selbst die Ursache ist von Wesenheiten, die nun keines- wegs in besonders günstiger Weise auf den Menschen einwirken; denn sie haben in gewisser Beziehung intelligente Eigenschaften und keine moralische Verantwortlichkeit.


GA 98 - Seite 239f



Und wenn der Mensch Wohlgefallen oder auch nur Nachsicht hat gegenüber einer Lüge, die er begeht, nicht Abscheu hat, was das normale Gefühl gegenüber der Lüge ist, sondern in bezug auf das Lügen lässig ist oder sogar Wohlgefallen daran hat, so wird dasjenige, was Gefühlszu- satz ist gegenüber dem, was man lügt, hinuntergeschickt in das Unter- bewußtsein. Das, was hier in das Unterbewußtsein geht, das verdirbt die Blutzirkulation, die Atemverfassung und die Kräfte des Ätherleibes; und die Folge davon ist, daß der Mensch in bezug auf alles das, was ihm bleibt, wenn er durch die Pforte des Todes geht, sich durch dieses, was eben geschildert worden ist, verkümmert macht, daß er ärmer gewor- den ist an Kräften, daß etwas in ihm erstorben ist, was aufgelebt wäre, wenn der Mensch Abscheu, Ekelgefühl gehabt haben würde vor der Lüge, weil dies das normale Gefühl ihr gegenüber ist. Denn würde hinuntergetaucht sein das, was Abscheugefühle sind gegenüber der Lüge, so würde sich das übertragen haben auf die Kräfte, die hier verzeichnet sind, und der Mensch würde etwas Förderndes, etwas von den Entstehekräften in seinen Organismus hineingeschickt haben.
 
GA 143 - Seite 106f

Handeln

Handeln


Er soll nur aus gegründeter, voller Überlegung selbst zu dem Unbedeutendsten sich entschließen. Alles gedankenlose Handeln, alles bedeutungslose Tun soll er von seiner Seele fernhalten. Zu allem soll er wohlerwogene Gründe haben. Und er soll unterlassen, wozu kein bedeutsamer Grund drängt.
GA 10 - Seite 120

Der vierte Seelenvorgang ist die Regelung des äußeren Handelns. Der Geheimschüler versucht sein Handeln so einzurichten, daß es zu den Handlungen seiner Mitmenschen und zu den Vorgängen seiner Umgebung stimmt. Er unterläßt Handlungen, welche für andere störend sind oder die im Widerspruche stehen mit dem, was um ihn herum vorgeht. Er sucht sein Tun so einzurichten, daß es sich harmonisch eingliedert in seine Umgebung, in seine Lebenslage usw. Wo er durch etwas anderes veranlaßt wird zu handeln, da beobachtet er sorgfältig, wie er der Veranlassung am besten entsprechen könne. Wo er aus sich heraus handelt, da erwägt er die Wirkungen seiner Handlungsweise auf das deutlichste.
GA 10 - Seite 120

Wenn der Geheimschüler etwas getan hat, so richtet er sein folgendes Handeln danach ein, daß es in logischer Art aus dem ersten folgt. Wer heute im anderen Sinn handelt als gestern, wird nie den charakterisierten Sinn entwickeln.
GA 10 - Seite 128

Thema 'Humor'

Thema 'Humor'

Humor ist das Ausatmen der Seele. 


Es ist etwas, was mir doch manchmal abgegangen ist, was noch in unseren Unterricht hineingehört, das ist der Humor. Ich habe sehr darauf Rücksicht genommen; in den Klassen habe ich ihn vermißt. Ich meine nicht eine Spaßigkeit, sondernden wirklichen Humor. So wie der Mensch physisch atmen muß, so können Sie nicht von den Kindern verlangen, daß sie ständig bloß einatmen. Sie müssen auch ausatmen können. Und wenn Sie die ganze Stunde im selben Ton alles beibringen, so ist es so, als wenn Sie einen Menschen nur ein- atmen lassen, und nie ausatmen lassen. Dazu ist Humor nötig. Humor ist das Ausatmen der Seele.
Ergänzungen zu den pädagogischen Grundkursen
GA 300b - Seite 108



...aber eine Seite dieses Rhythmus ist die Abwechslung zwischen Humor und Ernst.

GA 301 - Seite 110

Christentum & Karma

Christentum & Karma


Was damals im Anschauen des Christentums in meiner Seele vorging, war eine starke Prüfung für mich. Die Zeit von meinem Abschiede von der Weimarer Arbeit bis zu der Ausarbeitung meines Buches: <Das Christentum als mystische Tatsache> ist von dieser Prüfung ausgefüllt. Solche Prüfungen sind die vom Schicksal (Karma) gegebenen Widerstände, die die geistige Entwickelung zu überwinden hat.»

http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA051/GA051-326.html

Rosenkreuzerspruch

Rosenkreuzerspruch


«Ex deo nascimur - In Christo morimur - Per spiritum sanctum reviviscimus»

(Aus dem Gotte sind wir geboren - In dem Christus sterben wir - Durch den Heiligen Geist werden wir auferstehen).

Das Karma der Unwahrhaftigkeit

Zeitgeschichtliche Betrachtungen
Das Karma der Unwahrhaftigkeit

Aber wir sehen es ja an unserer eigenen Gesellschaft, wieviel Widerstand von den einzelnen geleistet wird, wenn es sich darum handelt, den einfachen Gang der Wahrheit zu gehen.
 GA 173 - Seite 319

http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA173/GA173-319.html

Leistungsethik

Paradigmen


Von der anthroposophischen Leistungsethik zum Kulturbeitrag...

Golgatha und der Gral

Golgatha und der Gral


Mit dem Ereignis auf Golgatha, als das Blut floß aus den Wunden
des großen Erlösers, als das kosmische Herzensblut die Erde durchdrang
und seine Kräfte sich bis in den Mittelpunkt ergossen, da wurde
die Erde leuchtend, von innen heraus strahlte Licht aus in ihre Umgebung.
Da wurde auch die Möglichkeit gegeben für jede menschliche
Individualität, in sich selber dieses Licht zu erleben. Als die
Erde der Leib des großen Sonnengeistes wurde, indem er sie mit seinen
Geisteskräften durchdrang, da wurden alle Wesen auf Erden
ebenso mit diesen Kräften begabt. Es war der Keim gelegt zur Wiedervereinigung
von Sonne und Erde. Der physische Leib des Jesus
von Nazareth war der Vermittler, durch welchen die Kräfte aus dem
Kosmos sich mit der Erdenaura verbanden. Und als das Blut aus diesem
Leibe floß auf Golgatha, da wurde die Erde wieder in die Sonnenkraft
aufgenommen. Seitdem strahlt diese Christus-Kraft von
ihrem Mittelpunkte in die Umgebung hinaus, und aus der Sonne
strahlt die Christus-Kraft in die Erde hinein. Der Mensch kann diese
Kraft, dieses Licht erleben in sich selber als Erdenmensch, wenn er
sich erkennt als einen Teil der Erde, die als physischer Leib des

Christus durchdrungen ist von seiner Wesenheit. Dann leuchtet in
ihm das weiße Licht aus seinem Innern entgegen, wie es aus dem
Mittelpunkt der Erde herausstrahlt.
Es kann der Mensch die Christus-Kraft und das Christus-Licht
auch so erleben, wie es von außen herantretend ihn bestrahlt und
durchdringt mit höherem Leben. Dann umgibt und durchdringt es
ihn, wie es, aus der Sonne hineinstrahlend, die Erde durchlebt. Dann
fühlt sich der Mensch im Geiste vereint mit dieser Sonnenkraft, er
empfindet sich wie von seinem Herzen heraus zusammenwachsend
mit dem großen kosmischen Herzen. Als ein höheres Wesen, lebend
in dieser geistigen Sonne, erkennt er sein wahres Selbst, so verbunden
mit ihr, wie er als Erdenmensch mit der Erde selber verbunden
ist. Und wie die Sonnenkräfte die Erde durchleuchten und beleben,
so durchleuchtet und durchlebt dieses höhere Wesen den Erdenmenschen
mit seinen Kräften.
In dem Tempel des menschlichen Leibes befindet sich ein Heiligstes
vom Heiligen. Viele Menschen leben in dem Tempel, ohne etwas
davon zu wissen. Aber die, welche es ahnen, erhalten dadurch
die Kraft, sich so zu läutern, daß sie in dieses Heiligste hineingehen
dürfen. Da befindet sich das heilige Gefäß, welches durch Zeitepochen
hindurch vorbereitet wurde, auf daß, wenn die Zeit käme, es
fähig sein könne, das Christus-Blut, das Christus-Leben in sich zu
enthalten. Wenn der Mensch hineingegangen ist, so hat er auch den
Weg gefunden zu dem Allerheiligsten in dem großen Erdentempel.
Auch da leben viele auf der Erde, ohne davon zu wissen; aber wenn
der Mensch in seinem innersten Heiligtum sich gefunden hat, so
wird er auch da hineintreten dürfen und finden den Heiligen Gral.
Wie aus wunderbar glitzernden Kristallen geschliffen, welche Symbole
und Buchstaben formen, wird sich ihm das Gefäß zunächst zeigen,
bis er allmählich den heiligen Inhalt empfindet, so daß er für
ihn leuchtet im goldenen Glänze. In die Mysterienstätte seines eigenen
Herzens steigt ein Mensch hinein, dann geht ein göttliches
Wesen aus dieser Stätte hervor und verbindet sich mit dem Gott
draußen, mit dem Christus-Wesen. Es lebt in dem geistigen Lichte,
welches hineinstrahlt in das Gefäß und dieses dadurch heiligt.

GA 265 - Seiten 417/418

Zum Raum wird hier die Zeit

Zum Raum wird hier die Zeit


Was früher räumliche Anschauung war, sollte nun zeitliche Anschauung werden durch das Mysterium von Golgatha.
Das war das Bedeutsame, was geschehen war.

GA 233a, S. 113

Kritik

Kontroverse & Kritik


Es ist auffällig, dass Kritik an der Anthroposophie häufig nur polemisch ist oder als Argument die Floskel 'es ist heute wissenschaftlich allgemein anerkannt' enthält.

Wissenschaft ist aber immer nur der Gegenwärtige Stand des Irrtums!
Es irrt der Mensch so lang er strebt...
J. W. v. Goethe - Faust - Prolog im Himmel

Egoisten: Valentin Tomberg über das neue Naturerleben

Egoisten: Valentin Tomberg über das neue Naturerleben: Nachdem an dieser Stelle  vor fünf Wochen über Valentin Tombergs Vorstellungen über die "Wiederkunft Christi im Ätherischen" gesch...

Der Meister


Der M.[Meister]

Rudolf Steiners 'Meister'

Rudolf Steiner / Marie Steiner-von Sivers
Briefwechsel und Dokumente 1901 - 1925

GA 262

Seite 86

Ich kann Dir nur sagen, wenn der Meister mich nicht zu überzeugen gewusst hätte, dass trotz alledem die Theosophie unserem Zeitalter notwendig ist: ich hätte auch nach 1901 nur philosophische Bücher geschrieben und literarisch und philosophisch gesprochen.

Seite 16

Nicht sogleich begegnete ich dem M., sondern zuerst einem von ihm Gesandten, der in die Geheimnisse der Wirksamkeit aller Pflanzen und ihres Zusammenhanges mit dem Kosmos und mit der menschlichen Natur vollkommen eingeweiht war. Ihm war der Umgang mit den Geistern der Natur etwas Selbstverständliches, das ohne Enthusiasmus vorgebracht wurde, doch um so mehr Enthusiasmus erweckte.

Seite 22

Da kam die Zeit, wo ich im Einklänge mit den okkulten Kräften, die hinter mir standen, mir sagen durfte: du hast philosophisch die Grundlegung der Weltanschauung gegeben, du hast für die Zeitströmungen ein Verständnis erwiesen, indem du so diese behandelt hast, wie nur ein völliger Bekenner sie behandeln konnte; niemand wird sagen können: dieser Okkultist spricht von der geistigen Welt, weil er die philosophischen und naturwissenschaftlichen Errungenschaften der Zeit nicht kennt. Ich hatte nun auch das vierzigste Jahr erreicht, vor dessen Eintritt im Sinne der Meister niemand öffentlich als Lehrer des Okkultismus auftreten darf. (Überall, wo jemand früher lehrt, liegt ein Irrtum vor.) Nun konnte ich mich der Theosophie öffentlich widmen.

Seite 28

Im Alter von fünfzehn [achtzehn] Jahren machte Rudolf Steiner die Bekanntschaft eines wissenden Pflanzenkenners, der sich vorübergehend in seiner Gegend aufhielt. Das Besondere an diesem Menschen war, dass er nicht nur die Arten, die Familien und das Leben der Pflanzen bis in die kleinsten Einzelheiten kannte, sondern auch ihre geheimen Eigenschaften. Es war, wie wenn er sein ganzes Leben im Gespräch mit der bewusstlosen und flüchtigen Seele der Pflanzen und Blumen verbracht hätte. Er besaß die Gabe, das lebendige Prinzip der Pflanzen, den Ätherleib, und das, was im Okkultismus die Elementarwesen des Pflanzenreiches genannt wird, zu sehen. Er sprach davon wie von einer ganz gewöhnlichen und selbstverständlichen Sache. Der gelassene und nüchtern wissenschaftliche Ton seiner Unterhaltung vermehrte nur die Wissbegierde und die Bewunderung des Jünglings. Später erfuhr er, dass dieser sonderbare Mann ein Abgesandter des Meisters war, den er noch nicht kannte, der aber sein eigentlicher Initiator werden sollte und welcher ihn schon aus der Ferne überwachte.

Seite 30

Mit neunzehn Jahren begegnete der junge Neophyte seinem Führer - dem Meister -; eine Begegnung, die er seit langem vorausgeahnt hatte. Es ist eine durch die okkulte Tradition und die Erfahrung bestätigte Tatsache, dass diejenigen, die von einer uneigennützigen Sehnsucht nach der höheren Wahrheit beseelt sind, einen Meister finden, der sie im geeigneten Moment, das heißt wenn sie reif dafür sind, einweiht. «Klopfet an und es wird euch aufgetan», sagt Jesus. Dies ist für alle Dinge richtig, besonders aber für die Wahrheit.


Seiten 30-32

Rudolf Steiners Meister war einer von diesen mächtigen Menschen, die  der Welt unbekannt unter der Maske irgendeines bürgerlichen Berufes  leben, um eine Mission zu erfüllen, die nur die Gleichgestellten in der  Brüderschaft der «Meister des Verzichts» kennen. Sie üben keine sichtbare  Wirkung aus auf die menschlichen Ereignisse. Das Inkognito ist die  Bedingung ihrer Wirksamkeit, die dadurch eine umso größere Kraft gewinnt.  Denn sie erwecken, bereiten vor und leiten solche, die vor aller  Augen handeln. Bei Rudolf Steiner war es für den Meister nicht schwer,  die erste, spontane Einweihung seines Schülers zu vervollständigen. Er  brauchte ihm eigentlich nur zu zeigen, wie er sich seiner eigenen Natur zu  bedienen habe, um ihm alles Erforderliche an die Hand zu geben. In  lichtvoller Weise zeigte er ihm die Verbindung zwischen den äußeren und  den geheimen Wissenschaften, den Religionen und den geistigen Kräften,  welche sich gegenwärtig die Führung der Menschheit streitig machen,  sowie das Alter der okkulten Tradition, welche die Fäden der Geschichte  in der Hand hält, sie verknüpft, auftrennt und im Laufe der Jahrhunderte  wieder zusammenknüpft. Rasch ließ er ihn durch die verschiedenen Etappen  der inneren Disziplin hindurchgehen, um das bewusste und vernunftgetragene  Hellsehens zu erreichen. In wenigen Monaten war der Schüler  durch mündlichen Unterricht mit der unvergleichlichen Tiefe und Schönheit  der esoterischen Zusammenschau bekannt geworden. Rudolf Steiner  hatte sich schon seine geistige Mission vorgezeichnet: «Die Wissenschaft  mit der Religion zu verbinden, Gott in die Wissenschaft und die Natur in  die Religion hineinzubringen und dadurch von neuem Kunst und Leben  zu befruchten.» Wie aber diese ungeheure und kühne Aufgabe angreifen?  Wie sollte er den großen Feind, die einem ungeheuren gepanzerten und  über einen großen Schatz gelagerten Drachen vergleichbare moderne materialistische  Wissenschaft, besiegen oder vielmehr zähmen und bekehren?  Wie kann es gelingen, den Drachen der modernen Wissenschaft zu bändigen  um ihn vor den Wagen der geistigen Wahrheit zu spannen? Vor allem,  wie ist der Stier der öffentlichen Meinung zu besiegen?  Der Meister Rudolf Steiners glich diesem kaum. Er hatte nichts von  dieser tiefen, fast weiblichen Feinfühligkeit, die zwar die Energie nicht  ausschließt, aber aus jeder Berührung ein Gefühlserlebnis macht und die  das Leiden des anderen sogleich in einen persönlichen Schmerz verwandelt.  Er war ein männlicher Geist, eine Herrschernatur, welche nur auf die  Gattung schaute und für welche die Individuen kaum eine Bedeutung  hatte. Er schonte sich selbst nicht, so wenig wie die anderen. Sein Wille  war einer Kanonenkugel vergleichbar, welche, nachdem sie einmal den  Lauf verlassen hat, direkt ihrem Ziel zuschießt und alles auf ihrem Wege  mit sich reißt. Auf die besorgten Fragen seines Schülers antwortete er  ungefähr in diesem Sinne:  «Wenn du den Feind bekämpfen willst, musst du ihn zuerst verstehen.  Den Drachen kannst du nur besiegen, wenn du seine Haut anziehst. Den  Stier muss man bei den Hörnern nehmen. Im größten Missgeschick wirst  du deine Waffen und deine Kampfgenossen finden. Ich habe dir gezeigt,  wer du bist; jetzt gehe - und bleibe du selbst!»2  Rudolf Steiner kannte die Sprache der Meister genügend, um den  schweren Weg vorauszufühlen, welchen dieser Befehl ihm auferlegte; er  begriff jedoch auch, dass es das einzige Mittel war, um zum Ziele zu  gelangen. Er gehorchte und machte sich auf den Weg. 

Steiners Verhältnis zu Philosophie und Okultismus

Rudolf Steiners Verhältnis zu Philosophie und Theosophie



Das sind Erwägungen, denen der Okkultist immer wieder nachhängen muss, wenn er daran denken soll, die hohe Weisheit der heiligen Meister in das Publikum zu streuen. Das ist seine große Verantwortlichkeit. Das ist es, was uns die Brüder immer entgegenhalten, die im Okkultismus konservativ bleiben und die Methode des Geheimhaltens auch ferner pflegen wollen. - Und kein Tag vergeht, an dem die Meister nicht die Mahnung deutlich ertönen lassen: «Seid vorsichtig, bedenkt die Unreife eures Zeitalters. Ihr habt Kinder vor euch, und es ist euer Schicksal, dass ihr Kindern die hohen Geheimlehren mitteilen müsst. Seid gewärtig, dass ihr durch eure Worte Bösewichter erzieht.» Ich kann Dir nur sagen, wenn der Meister mich nicht zu überzeugen gewusst hätte, dass trotz alledem die Theosophie unserem Zeitalter notwendig ist: ich hätte auch nach 1901 nur philosophische Bücher geschrieben und literarisch und philosophisch gesprochen. Meine Liebe, bleibe mir stark: so lange wir die Verbindung mit der großen Loge haben werden, kann uns in Wirklichkeit nichts geschehen, was auch scheinbar geschehen mag. Aber nur durch diese unsere Stärke bleibt uns die Hilfe der erhabenen Meister. Du weißt: ich spreche dies so nüchtern, so verstandesklar wie das alltäglichste im Leben.

Brief an Marie von Sivers (Januar 1905)

Marie Steiner-von Sivers, Briefwechsel und Dokumente 1901 - 1925 [GA 262]
Seiten 85-86

Rudolf Steiner und die zeitgenössische Philosophie

Rudolf Steiner und die zeitgenössische Philosophie

Eduard von Hartmann erwiderte: darüber ließe sich doch nicht streiten; es läge doch schon in der Wort-Erklärung der «Vorstellung», daß in ihr nichts Reales gegeben sei. Als ich diese Erwiderung vernahm, bekam ich ein seelisches Frösteln. «Wort-Erklärungen» der ernsthafte Ausgangspunkt von Lebensanschauungen! Ich fühlte, wie weit ich weg war von der zeitgenössischen Philosophie. Wenn ich auf der Weiterreise im Eisenbahnwagen saß, meinen Gedanken und den Erinnerungen an den mir doch so wertvollen Besuch hingegeben, so wiederholte sich das seelische Frösteln. Es war etwas, das in mir lange nachwirkte.

Mein Lebensgang - GA 28 - Seiten 155-156

Schöpfung aus dem Nichts

Schöpfung aus dem Nichts

Der Mensch wird also nicht auf der Venus ankommen können und sagen: Jetzt ist alles das noch in mir aus der Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung - denn das wird er nun schon alles abgestreift haben. Und er wird am Ende seiner Entwickelung noch das an sich tragen, was er nicht erhalten, sondern sich selber erarbeitet hat, was er aus dem Nichts heraus gebildet hat. Da haben Sie das Dritte, was zu Evolution und Involution hinzukommt, da haben Sie die Schöpfung aus dem Nichts. Evolution, Involution und die Schöpfung aus dem Nichts heraus, das ist es, was wir ins Auge fassen müssen, wenn wir die ganze Größe und Majestät menschlicher Entwickelung ins Auge fassen wollen.

Geisteswissenschaftliche Menschenkunde - GA 107 [Rudolf Steiner]
Evolution, Involution und Schöpfung aus dem Nichts (19. Vortrag, Juni 1909), Seite 307-308




Meinung & Diskussion

RUDOLF STEINER

Geisteswissenschaftliche Menschenkunde

GA 107

Erster Vortrag - Berlin - 19. Oktober 1908

Die astralische Welt


Seite 21-23

Jetzt werde ich eine Sache berühren, die zwar für die heutige  materialistische Zeit schockierend ist, die aber doch wahr ist. Wir  haben oft betont, daß unsere Zeit sich ja heute immer mehr einlebt  in das bloße Bewußtsein der physischen Welt, also auch in die Charaktereigenschaften  und Charaktereigentümlichkeiten der physischen  Welt; wo also, wenn die Diskussion angeschlagen wird, jeder den  andern, der nicht seiner Meinung ist, vernichten möchte oder ihn für  einen Toren hält. So ist es in der astralischen Welt nicht. Da wird  ein Wesen sagen: Ich kümmere mich nicht um andere Meinungen! -  Da herrscht absoluteste Toleranz. Ist eine Meinung die fruchtbarere,  so wird sie die andern aus dem Felde schlagen. Man läßt die andern  Meinungen ebenso bestehen wie die eigene, weil sich die Dinge  schon zurecht richten müssen durch den Kampf. Wer sich nach und  nach in die spirituelle Welt einlebt, muß sich nach den Gewohnheiten  der spirituellen Welt richten lernen; und der erste Teil der  spirituellen Welt ist einmal die astralische Welt, wo solche Usancen  herrschen, wie sie eben charakterisiert wurden, so daß in einem Menschen,  der sich einlebt in die geistige Welt, in einer gewissen Beziehung  auch die Gewohnheiten der Wesen der geistigen Welt Platz  greifen müssen. Und das ist auch richtig. Immer mehr soll unsere  physische Welt ein Abbild der geistigen Welt werden, und wir werden  dadurch in unsere Welt immer mehr Harmonie bringen, daß wir  uns eines vornehmen: das Leben in der physischen Welt soll sich abspielen  wie das Leben in der astralischen Welt. Wir können zwar  nicht an einem Orte zwei Kirchen bauen, aber wo die Meinungen  verschieden sind, läßt man sie sich gegenseitig in bezug auf ihre  Fruchtbarkeit in der Welt durchdringen. Die Meinungen, welche die  fruchtbarsten sind, werden schon den Sieg davontragen, wie das auch  in der astralischen Welt ist.  So können innerhalb einer spirituellen Weltenströmung die Charaktereigentümlichkeiten  der astralischen Welt geradezu hineinreichen in  die physische Welt. Das wird ein großes Feld der Erziehung sein,  welches die geisteswissenschaftliche Bewegung zu bebauen haben  wird: immer mehr auf dem physischen Plan ein Abbild zu schaffen  der astralischen Welt. So sehr es den Menschen schockiert, der nur  den physischen Plan kennt und sich danach nur vorstellen kann, daß  nur eine Meinung vertreten werden könne und daß alle, die andere  Meinungen haben, Dummköpfe sein müssen, so wird es doch immer  mehr und mehr selbstverständlich sein für die Angehörigen einer  spirituellen Weltanschauung, daß eine absolute innerliche Toleranz  der Meinungen herrscht, eine Toleranz, die sich nicht darstellt wie die  Konsequenz einer Predigt, sondern wie etwas, was in unserer Seele  Platz greifen wird, weil wir uns immer mehr und mehr naturgemäß  die Usancen der höheren Welten aneignen.  Was jetzt geschildert worden ist, diese Durchdringlichkeit, ist eine  sehr wichtige und wesentliche Eigentümlichkeit der astralischen  Welt. Kein Wesen der astralischen Welt wird einen solchen Wahrheitsbegriff  entwickeln, wie wir ihn auf der physischen Welt kennen.  Die Wesen der astralischen Welt finden das, was im Physischen Diskussion  und so weiter ist, ganz unfruchtbar. Für sie gilt auch der  Ausspruch Goethes: «Was fruchtbar ist, allein ist wahr!» Die Wahrheit  muß man nicht durch theoretische Erwägungen kennenlernen,  sondern durch ihre Fruchtbarkeit, durch die Art, wie sie sich geltend  machen kann. Es wird also ein Wesen der astralischen Welt mit einem  andern Wesen niemals streiten, wie die Menschen es tun, sondern ein  solches Wesen wird zu dem andern sagen: Schön, tu du das Deine, ich  tue das Meine. Es wird sich schon herausstellen, welches die fruchtbarere  Idee ist, welche Idee die andern aus dem Felde schlagen wird.  Wenn wir uns in eine solche Denkweise hineinversetzen, haben  wir auch schon an praktischem Wissen etwas gewonnen. Man darf  nicht glauben, daß die Entwickelung des Menschen in die geistige  Welt hinein sich in tumultuarischer Weise vollzieht, denn sie geschieht  innerlich, in intimer Weise. Und können wir darauf achtgeben und  uns so etwas aneignen, was jetzt als Eigentümlichkeit der astralischen  Welt charakterisiert wurde, dann werden wir immer mehr dahin  kommen, solche Gefühle, wie die astralen Wesen sie haben, als Mustergefühle  für unsere eigenen zu betrachten. Wenn wir uns nach dem  Charakter der astralischen Welt richten, können wir hoffen, uns hinaufzuleben  zu den geistigen Wesenheiten, deren Leben uns auf diese  Weise immer mehr und mehr aufgeht. Das ist es, was sich dabei als  das Fruchtbare für die Menschen erweist.